„Das Wirken des Menschen habe die Erde in eine neue geologische Epoche befördert“: So gibt die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Internet-Ausgabe die Forschungsergebnisse einer Gruppe von Geologen in England wieder. Der Bericht trägt den Titel „Die Epoche Mensch“.
Vgl. http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/823/155418/4/
Im Folgenden nur das Wichtigste aus diesem Bericht, der meines Erachtens von einer entscheidenden Entdeckung handelt:
„Das Wirken des Menschen habe die Erde in eine neue geologische Epoche befördert, schreibt eine Gruppe um Jan Zalasiewicz von der Universität Leicester in Großbritannien im Fachblatt GSA Today (Februar-Ausgabe). Das Holozän sei nun Geschichte. Mit der Industrialisierung Ende des 18. Jahrhunderts habe das ‘Anthropozän’ begonnen, das Zeitalter des Menschen. [...] ‘Wir haben genügend Indizien für eine Änderung der geologischen Zeitskala’, erklären jetzt Zalasiewicz und seine Kollegen. [...] Das Holozän wäre – sollte es nun offiziell für beendet erklärt werden – mit nicht einmal 12.000 Jahren die mit Abstand kürzeste Epoche der Erdgeschichte. Schuld seien die vom Menschen verursachten Umweltveränderungen, behaupten Zalasiewicz und Kollegen.“
Natürlich folgt jetzt ein Verweis auf Max Frischs Erzählung Der Mensch erscheint im Holozän. Wir wollen uns damit nicht aufhalten.
„‘Der Mensch hat den Boden weltweit so stark verändert, dass man von einem neuen Zeitalter sprechen sollte’, schrieb auch der Geologe Daniel Richter von der Duke Universität in den USA im Dezember im Fachblatt Soil Science. [...] Inzwischen gebe es kaum einen Fleck auf Erden, der nicht vom Menschen beeinflusst wäre, rechtfertigen Zalasiewicz und seine Kollegen ihre These von der neuen geologischen Epoche. [...] Ein ‘Geologe der Zukunft’ werde den Einfluss des Menschen [...] anhand einer Grenze deutlich in den Ablagerungen erkennen, meinen die Autoren der neuen Studie. Sie stützen sich auf Szenarien, die eine Klimaerwärmung und ein Artensterben prophezeien.“
Vermutlich sollte nicht verschwiegen werden, dass der Bericht der SZ auch Gegenstimmen anführt. Sie sind hier leider unter den Tisch gefallen, wie man so sagt.
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